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  • Torsten Raak

Shit happens. Warum Liebe zum Detail so verdammt wichtig ist.

Es war einmal vor langer Zeit. Da fand jährlich eine große Computer / IT Messe statt. Sie trug den Namen "CeBIT", und das stand für "Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation". Ein etwas sperriger Name für die bis 2018 weltweit größte Messe ihrer Art.


Vor fast sieben Jahren (2013) standen für das Unternehmen "Siemens Enterprise Communications" große Veränderungen an und so wählten wir (ich war damals Marketing Chef bei diesem Unternehmen) die CeBIT 2013 als Sprungbrett für das im September 2013 geplante Rebranding zu Unify. Ohne zu diesem Zeitpunkt offiziell über das Thema Rebranding oder gar den künftigen (streng geheimen) Namen zu sprechen, starteten wir auf dieser CeBIT eine integrierte Kampagne mit dem Namen "amplifyTEAMS". Über den Namen dieser Kampagne kann man sich heute sicherlich streiten, aber damals kam es uns vor wie die größte Idee der Welt. Was die Idee war? Nun, bei dem Rebranding ging es nicht einfach nur um die Änderung des Unternehmensnamens, sondern um eine Neuausrichtung im Produktportfolio - weg von hardwarebasierten Telekommunikationslösungen, hin zu SaaS Tools, die ja - Sie ahnen es schon - virtuelle Teams näher zusammen bringen sollten. Und dabei den MitarbeiterInnen Lösungen zur Verfügung zu stellen, die sie wirklich nutzen wollten, und nicht mussten, weil nichts Besseres zur Verfügung stand. Im Hintergrund hatten wir schon eine lange Zeit gemeinsam mit Frog an "Project Ansible" gearbeitet, auf das letztendlich Alles hinauslaufen sollte. Aber das ist ein anderes Thema, mit dem ich vielleicht noch weiter 27 Blogs Posts füllen könnte :)


Zurück zur CeBIT 2013 und amplifyTEAMS. In den Wochen vor März 2013 verbarrikadierte ich mich in meinem Home Office und erstellte eigenhändig eine 16-seitige Broschüre, die wir auf der Messe verteilen wollten. Ich denke ich habe ca. 4 Wochen rund um die Uhr an dem Ding gearbeitet. Texte geschrieben, Layouts gebastelt, alles wieder verworfen, von vorne begonnen, das ganze Dokument 1000x Korrektur gelesen und dann in den Druck gegeben, um 5000 Examplare drucken und direkt nach Hannover liefern zu lassen. Just-in-time versteht sich. Mann, war ich stolz auf mich.


Die Messe startete am 05. März, ich kam am 02. März Abends in Hannover an. Und dort stand unter anderem eine Palette mit vielen braunen Kartons, in denen meine Broschüre auf mich wartete. Und so kam es, wie es kommen musste. Nach Durchsicht einiger Exemplare fanden wir einen Rechtschreibfehler. Und nicht etwa "irgendwo", sondern tatsächlich im Kernbegriff "amplifyTEAMS", auf der Haupt-Doppelseite, auf der amplifyTEAMS als die Lösung für die Herausforderungen angepriesen wurde, die auf den ersten Seiten beschrieben wurde.



Ich kann mich gar nicht mehr so richtig an meine erste Reaktion erinnern, aber ich vermute, dass ich nach einem Loch im Boden gesucht habe, was mich bitte verschlucken möge. Ich konnte einfach nicht verstehen, wie das passieren konnte. Vielleicht hatte ich vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr gesehen. Vielleicht hätte ich das Ganze von einem Profi machen lassen sollen. Vielleicht, vielleicht, vielleicht...


Also, Laptop raus, Fehler korrigiert, Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um eine Druckerei zu finden, die binnen kürzester Zeit 5000 Broschüren drucken kann. Diese haben wir dann in UK gefunden, und am Dienstag vormittag (24 Stunden nach Beginn der Messe) wurden die neuen Drucksachen dann tatsächlich geliefert.


Und was ist die Moral von der Geschichte? Liebe zum Detail ist Alles. Wenn es nicht perfekt ist, dann ist es nicht gut genug. Vier Augen sehen mehr als zwei, und so weiter und so fort. Wäre ich noch einmal in der Situation ein solches Dokument erstellen zu müssen, dann würde ich mir professionelle(re) Hilfe holen. Die Frage, die ich mir manchmal gestellt habe, ist: "Hätte den Fehler überhaupt jemand bemerkt?" Letztendlich spielt das keine Rolle, denn unser Anspruch in der Agentur ist so fehlerfrei wie möglich zu sein. Wir haben da so ein Credo hier bei el-j: "We are measured by our last cue!" Übersetzen könnte man dies in etwa so: "Wir planen bis zum letzten Schlussakkord. Wir geben nicht auf, bis alles perfekt ist. Das ist der Anspruch, an dem Sie uns messen können..."


Kölle Alaaf!




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el-j

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